Ich werde grundsätzlich als düster beschrieben, doch Ausnahmen bestätigen die Regeln: mir geht’s heute bombig. Ich werde mich selbständig machen. Gestern habe ich mich ganz spontan dazu entschieden. Ich habe mich schon seit längerem nach einer Veränderung gesehnt, ich denke, dass ich deshalb auch immer so in mich gekehrt war.
Wer will denn heute noch von seinem Arbeitgeber geknechtet werden. Ich werde mich immer zuvorkommend und rücksichtsvoll behandeln. Nun muss mir nur noch ein Geschäftsmodell einfallen. Zunächst hatte ich an Blumen gedacht, aber das entspricht einfach nicht meinem Wesen.
Ich will mein Geschäft aber an der derzeitigen Nachfrage ausrichten. Ich habe dafür auch schon intensive Marktforschung betrieben. In der Sportbranche läuft es ja momentan richtig gut, wichtig ist nur, dass man auf’s richtige Pferd setzt, aber Reiten kommt echt nicht in Frage. Ich denke, dass ich mit Pokern ganz gut dabei bin. Obwohl ich ja Angst vor Überfällen habe. Aber mein Business wird eh ganz harmlos. In meinem Laden bekommen alle Pokerer ihr Spezialoutfit: Ich batike für die Spieler Poker T-Shirts – und natürlich für die Fans.
Da werde ich BMW mal meine Kündigung schreiben. Ich designe schon mal die Motive für meine T-Shirts.
So, jetzt gehe ich mal das Wetter genießen. Ich bin weg…